Gebrauchte Policen jetzt noch interessanter, zusätzliche Ausschüttungen - mehr Rendite

Zusätzlich zu der bereits beschlossenen Zuteilung von Spezialboni über die nächsten drei Jahre wird den Policeninhabern auch eine einmalige Cash Zahlung angeboten werden. Es gelangen insgesamt neuerlich 1 Mrd. GBP (ca. 1,25 Mrd. EUR) zur Verteilung ...

Wie bereits mitgeteilt, wurde seitens des Aviva Konzern auch der zweite Teil des „Orphan Asset Deals“ mit Inhabern von gebrauchten britischen  Policen - vertreten durch die Versichertenanwältin Claire Spottiswoode - aus verhandelt. Die Policeninhaber profitieren erheblich. Zusätzlich zu der bereits beschlossenen Zuteilung von Spezialboni über die nächsten drei Jahre (Stichtage 1.1.2008 bis 1.1.2010) wird den Policeninhabern auch eine einmalige Cash Zahlung angeboten werden (Herbst 2008). Es gelangen insgesamt neuerlich 1 Mrd. GBP (ca. 1,25 Mrd. EUR) zur Verteilung, wobei im Falle der Angebotsannahme die Auszahlung im Sommer 2009 durchgeführt werden dürfte.

Interessant ist, dass der Betrag von 1 Mrd. GBP nicht unmittelbar aus dem Pott der verwaisten Vermögenswerte (Orphan Assets) selbst stammt sondern von den Aktionären bereitgestellt wird. Dies bedeutet, dass auch weiterhin erhebliche Mittel an verwaisten Vermögenswerten zum Schutz des Deckungsstocks zurück bleiben, und damit auch zukünftig eine attraktive Deckungsstockveranlagung auf Basis eines überdurchschnittlichen Equity Backing Ratio (Verhältnis von Aktien und Immobilien im Verhältnis zu den gesamten Anlagen des Deckungsstocks) möglich ist.

Nun stellt sich die Frage warum Aktionäre diesen Schritt bzw. den Policeninhabern ein derartiges Angebot machen? Das Kalkül dahinter dürfte sein, dass die Aufteilung von Erträgen in Deckungsstöcken englischer Versicherungsaktiengesellschaften (im Regelfall) auf Basis einer 90:10 Verteilung basiert. Somit erhalten die Inhaber der Policen 90% der Erträge und die Aktionäre 10%. Verbleiben nun große Teile der Orphan Assets im Deckungsstock, so wird dieser nachhaltig gestärkt und durch die langfristig effizientere Asset Allocation sind auch die Erträge für die Aktionäre voraussichtlich höher als jene, die durch eine einmalige Ausschüttung erzielt werden können.

Auch Zeichner des aktuellen TEP Portfolios profitieren von der Verteilung der verwaisten Vermögenswerte.